CULTAN-Düngung
in Gerste 2010
Beim CULTAN-Verfahren - Controlled Uptake Long Term Ammonium Nutrition - wird der Gesamtbedarf an Stickstoff in einer Einzelgabe mit einer Spezialmaschine in den Boden injiziert.
Im Gegensatz zur sprossdominanten, nitratbetonten Stickstoff-Düngung wird beim CULTAN-Verfahren ammonium-betont gedüngt.
Die Pflanze wird gezwungen, sich aktiv Stickstoff aus dem angelegten Depot zu erschließen, wächst um das Depot herum und bildet entsprechend mehr Wurzelmasse aus.
Stickstoff-Vergleichsdüngung in W-Gerste 2010
Vorteile
Die Vorteile des CULTAN-Verfahrens liegen in
- der Ablage des Depots in ca. 10 cm Tiefe, wodurch ein Oberflächenabtrag an Stickstoff (vgl. Feststoffdünger) vermieden wird.
- einer Aufnahme von Stickstoff unabhängig vom Massenstrom (Flüssigkeitsaufnahme).
- einer Verlagerung der Eiweißsynthese in den Wurzelbereich, so dass dem Spross mehr Raum für die Kohlenhydratbildung bleibt.
- geringeren Auswaschungsverlusten, denn durch Interaktion mit Tonmineralen wird Ammonium zurückgehalten.
- der Hemmung der mikrobiologischen Umsetzung von Harnstoff. Die punktuell hohe Konzentration an NH4+ wirkt ähnlich einer Verkapselung und wirkt konservierend. Folglich kann das Depot über die gesamte Wachstumsperiode wirken.
- einem daraus resultierenden Einsparpotenzial an Stickstoff von bis zu 20%.
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